Schweden – Juli 2026
Ursula hat sich dieses Jahr vorgenommen einen abenteuerlichen Urlaub in Schweden zu verbringen. Sie packte kurzerhand Gisela und die Geburtstagskartoffel ein und das Abenteuer ging los!
Der Weg bis nach Kiel, wo unsere Nachtfähre nach Göteborg ablegen sollte, zog sich länger als gedacht, wir kamen aber pünktlich am Schwedenkai an und fuhren in den bauch des riesigen Schiffes. Wir bezogen unsere winzige Kabine in diesem Labyrinth von Gängen und Fahrstühlen und erkundeten das Schiff; es gab sogar einen malerischen Sonnenuntergang über Dänemark. Die Nacht war leider alles andere als erholsam und unser Trio schleppte sich mit letzten Kräften zum Auto, um den Tag in Göteborg zu verbringen, bevor wir unser erstes Haus beziehen konnten.
Göteborg
Gisela wollte unbedingt einmal durch das Abenteuermuseum Universeum flattern, das ihr mit dem Haitunnel, dem Tropenhaus und der Sinneswelt ausgezeichnet gefielen. Große Empfehlung!
Dann fuhr unsere müde Truppe weiter eine halbe Stunde südlich von Göteborg nach Kullavik ins Hagryd-Tal. Unser Haus ist riesig und wunderschön eingerichtet, wir haben einen Garten und es gibt sogar ein Kückenzimmer, Trampolin und Schaukel nur für Giesela! Aber für heute können wir nur nochmal kurz in der Nachbarschaft nach Findus suchen, bevor wir in die Nester fielen.
Aber am nächsten Tag machen wir gleich mit den Abenteuern weiter. Gisela und Ursula schnappten sich ihre Wanderschuhe und durchstreiften die Halbinsel Särö Versterkog mit herrlichen Aussichten, einem Reh und vielen Heidelbeeren am Wegesrand, bevor sie die Kartoffel am Snäkestrand für ein Picknick und eine frische Planschrei trafen. Am Abend wagten wir uns nochmal in das Naturreservat Sandsjöbacka, das direkt hinter unserem Haus begann, stapften über Stock und Stein, durch den Wald und am See vorbei und sammelten dabei einige Zecken auf dem Weg ein :/
Auch die Kultur sollte nicht zu kurz kommen bei unseren Abenteuern. Deshalb besichtigten wir noch das Anwesen rund um das 1898 im englischen Tudorstil erbauten Tjolöholm Schloss. Ein uriges Dörfchen mit vielen Blumen begeisterte dabei vor allem Ursula, aber auch die Aussicht auf’s Meer war einfach Traumhaft.
Bei einer anderen felsigen Runde in Särö Vesterkog verdiente sich die fleißige Gisela dann auch einen langen Spielplatz-Aufenthalt, wir anderen ein schicken Essen mit Meerblick 😊
Ein Highlight im ersten Teil unserer Reise war für uns alle das einzigartig erhaltene historische Bauerndorf Äskhults by. Das Dorf besteht aus vier zusammenhängenden Höfen mit Gebäuden aus dem 16. Bis 19. Jahrhundert, die man begehen kann und die von innen originalgetreu eingerichtet sind. Auch ein paar Tiere leben hier. Im kleinen Kaffee gibt es leckere Kleinigkeiten, unter anderem ein Träumchen von Zimtschnecke.
Da unsere Zeit im ersten Haus dem Ende zuging und wir fast 4h bis zum zweiten fahren mussten, entschieden wir uns für einen Zwischenstop bei einer Elchsafari. In Makaryd kann man mit dem eigenen Auto, oder wie wir in einem Zug auf einer 3 km langen Rundstrecke Elche und Bisons beobachten und, wenn die Tiere Lust haben, sogar mit frischen Zweigen füttern und die Schnauze streicheln. Das war aufregend!
Ronneby
In unserem neuen Haus war der Meerblick inklusive und bei einem ersten Rundgang trauten wir uns mutig durch eine Kuhherde, die ihre „Weide“ auf und zwischen den kleinen vorgelagerten Inseln haben, die nur mit Holzbrücken verbunden sind. Auch Findus haben wir endlich entdeckt!
Da Naturreservat Gö ganz in der Nähe hat uns sehr gut gefallen. Der kleine Rundweg geht durch schwefelig riechende Moore, am Strand entlang, aber auch durch den Wald. Und so manch Kuh hat uns bei der Passage etwas schwitzen lassen…Aber wir haben den Rückweg mit kleinem Abenteuerteil dann doch noch gefunden… bei einer Abenteuerreise gehört das aber wohl dazu.
Da das Wetter uns die nächsten Tage nicht sehr hold sein sollte, entdeckten wir fortan die Indoor-Aktivitäten: Ein kleiner Bauernladen mit Restaurant und ein richtig cooles Naturkundemuseum, das ganz gratis war! Und da gab’s richtig viel zu erforschen für kleine Giselas.
Ein kleiner Ausflug auf die Insel Karön (Restaurant hier nicht zu empfehlen!) und ein letzter Geburtstags-Spaziergang für die Geburtstagskartoffel in Gö und schon waren unsere Tage in Südschweden schon wieder vorbei und die Fähre wartete auf uns…dieses Mal eine Tagfähre. Nach einer gefühlt endlosen Schifffahrt mit turbulentem Bällebad und mäßig heiterer Kinderanimation und einem kurzen Aufenthalt in Hamburg düsten wir gen Süden. Und trotz einiger Widrigkeiten schafften wir es irgendwann wieder zu Hause anzukommen.
Fazit
Fähre fahren mit Kleinkind ist nicht so spannend, wie gedacht.
Das Universeum in Göteborg ist einen Besuch wert!
Äskhults by ist ein kleines Paradies mit leckeren Köstlichkeiten!
Eine Elchsafari ist ganz cool, aber alles drum herum nur für starke Nerven 😉
Die Naturreservate in Schweden sind spitze: Schöne Wanderwege und Ausblicke, aber immer Mückenspray dabei haben und hinterher nach Zecken absuchen!
Warum man mit der Fähre fährt, haben wir nicht ganz verstanden… Spaß macht das mit Jungvogel jedenfalls nicht 😉 Trockenblumensträuße vom Seitenstreifen sind die besten!
Manch Taxirechnung will man ungern selbst zahlen 😃























































































































